Entwicklung des Rades und deren digitale Rekonstruktion für Museen
Für uns ist eine Technik ohne das rollende, das rotierende Rad, ohne Rad als Bewegungswandler und Energiespeicher mit allen seinen Konsequenzen unvorstellbar. All zu oft vergessen wir darüber, dass es hohe Kulturen wie die der mittelamerikanischen Indianervölker gab, die weder Rad noch Wagen kannten. Schließlich findet sich in der belebten Natur, die in mannigfaltiger Weise technische Erfindungen anregte, kein Ansatz für ein Radprinzip, weil alle Teile des belebten Organismus im Sinne einer Transmission durch Nerven, Muskelstränge, Blutgefäße verbunden sein müssen. Wie und von wem, wo und wann das Rad erfunden wurde, ist deshalb bis heute eine der vielen ungeklärten Fragen geblieben, mit denen die Frühgeschichte der Technik aufwartet.
Mit dem Rad mussten zwangsläufig die Achse und der Karren oder Wagen erfunden werden. Der Räderkarren trat zuerst zu Beginn des 4. Jahrtausends v. u. Z. im Vorderen Orient in Erscheinung. Die auf der hölzernen Achse angebrachten Scheibenräder bestanden aus drei zusammengeklammerten Segmenten, die sich verhältnismäßig leicht aus gleichrunden glatten Baumstämmen gewinnen ließen, oder auch aus parallel verbundenen Brettern. Zur Erhöhung ihrer Haltbarkeit und Elastizität zog man Lederstreifen auf, die sich beim Trocknen zusammenzogen und so die Holzscheibe vorspannten und zusammenpressten. In der weiteren Entwicklung des Rades wurde der Lederstreifen, die Urform der Bereifung, durch Kupfer-, Bronze-, Eisen- oder Stahlreifen abgelöst. Räder und Achsen waren mit der Deichsel starr verbunden und durch Lederschlaufen am Wagenkörper befestigt. Wo immer im Flachland Karren und Pflug verwendet werden konnten, trugen sie zur Intensivierung der Landwirtschaft bei.
Mit der 3D Visualisierung und 3D Animation antiker Techniken und Gebäude soll den Besuchern von Museen und Ausstellungen ein Einblick in die Architektur und Schiffbaukunst der Antike gegeben werden. Um die zum großen Teil nicht mehr existierenden Gegenstände digital zu rekonstruieren, sollen die neusten 3D Techniken (3D Modell und Architektur Visualisierung) zum Einsatz kommen.
Den Besuchern kann so ein einzigartiges Geschichtserlebnis vermittelt werden.
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