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Scheidwerkzeuge schärfen

In jedem Handwerk, aber auch im Kunsthandwerk sollten sämtliche Werkzeuge für die Holzbearbeitung immer mit äußerst scharfen Schneiden versehen sein. Man sollte sich die Gewohnheit annehmen, die tagsüber bei verschiedenen Auftragsarbeiten benutzten Werkzeuge an jedem Tag vor dem Feierabend abzuziehen. Werkzeuge müssen geschärft werden, bevor sie stumpf und unbrauchbar werden. Je länger mit dem Schärfen gewartet wird, desto mehr Aufwand muss dann im Nachgang betrieben werden.

Nur mit einer scharfen Klinge ist es möglich, sauber und gleichmäßig zu schneiden. Geringste Abweichungen im Faserverlauf des Holzes können dabei das Werkzeug nicht hemmen.

Scharfe Schneidwerkzeuge verursachen beim Trennen der Fasern des Holzes einen schwachen Ton, während eine stumpfe Schneide sich sozusagen durch das Material wühlen muss, also lautere Geräusche von sich gibt.

Mit Ausnahme von Schitzbeiteln sollten Schneidwerkzeuge für die Holzbearbeitung nur einseitig geschliffen und abgezogen werden. Werkzeuge für Weichholz haben einen viel spitzeren Keilwinkel als die für das Hartholz bestimmten Gerätschaften.

Zum Schärfen von Werkzeugen mit flacher Klinge werden Schleifscheibe, Abziehsteine mittlerer und feiner Körnung sowie eine Schleifpaste benötigt. Für Schnitzbeitel und Hohleisen benötigt man einige individuelle Formabziehsteine.

Zur eigenen Sicherheit muss beim Schleifen eine Schutzbrille gegen Funkenflug getragen werden. Als zusätzlicher Augenschutz sollte der Schleifbock mit einer Plexiglasplatte ausgerüstet sein, die über das Werkzeug heruntergeklappt werden kann.

Es muss beim Schleifen darauf geachtet werden, dass die Klinge des Materials nicht heiß wird. Die Geschwindigkeit der Schleifscheibe, der Anpressdruck und die verschiedenen Bewegungen der Klinge bestimmen den Grad der Erwärmung. Nach dem Schleifen müssen die Werkzeuge zum Kühlen abgelegt werden.

Im Anschluss wird am grobkörnigen Abziehstein unter Zuhilfenahme einiger Tropfen Öl der Schleifgrat am Werkzeug entfernt. Ist der Grat beseitigt, wird mittels immer feinkörniger werdender Abziehsteine der neu entstandene Grat auf der Rückseite beseitigt. Auf dem feinsten Abziehstein wird mittels der Schleifpaste der Endschliff besorgt. Die Schneide ist scharf, wenn die Klinge keine Kratzer mehr in der Schleifpaste hinterlässt.

Der Schleifvorgang bei fast allen Holzeisen und Beiteln ist gleich, nur werden dafür spezielle Formabziehsteine je nach Klingenform verwendet.

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